Rückkehr nach Berlin – und Eröffnung meines kleinen Online-Shops


Meine Lieben,

Seit dem 14.6. bin ich wieder in der Heimat Berlin! Ich habe schönen Schmuck von dem Markt in San Cristóbal (Chiapas) mitgebracht, und nun einen kleinen Online-Shop eröffnet. Ich arbeite seit meiner Ankunft daran und würde mich freuen wenn ihr vorbeischaut und mich damit unterstützt! :)

DaWanda

Ebay

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ANH-SIL-Rot_04

Und an alle diejenigen, die in Berlin sind – ich bin auf WhatsApp mit meiner irischen Nummer erreichbar :-)

LG

Eliane

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Jovel, Stadt der Farben.


Jovel, so heisst San Cristóbal de las Casas auf Tzotzil, einer der vorherrschenden indigenen Sprachen von Chiapas. Ich mag den spanischen Namen aber auch, den er legt die Betonung auf die Haeuser der Stadt – die bunten Haeuser und Kirchen sind einer der schoensten Aspekte von Jovel und daher nenne ich sie auch Stadt der Farben. Natuerlich brilliant in der Sonne, aber auch im Regen, und von dem haben wir momentan ganz schoen viel, noch magisch.

 

Mein Zeit in Jovel neigt sich langsam dem Ende, nachdem ich hier nun ueber einen Monat verbracht habe. Ich hatte nicht geplant, so lange hier zu bleiben, aber wie so oft, sind meist die Ueberraschungen des Lebens besser als jeder Plan, den man aushecken kann.

Bereits von Costa Rica aus habe ich mir Glady´s Anzeige auf workaway.info auserkoren und sie angeschrieben. Sie hat ein Gaestehaus und war auf der Suche nach jemandem, der ihr bei der Administration, Buchungssystemen etc. also bei allem Internet-technischen helfen kann. (Der Deal auf Workaway, fuer die die es nicht wissen, ist 25-30 Stunden Arbeit pro Woche gegen Unterkunft und ggf. Verpflegung). Sie sprach in ihrer Anzeige ausserdem von einem Haus in den Bergen, wo sie ein Ecohostal mit Meditation oder aehnlichem anbieten moechte. Das war es, was mich ansprach. Gladys antwortete zunaechst nicht, so wie die meisten Workaway Hosts. Da ich aber so ueberzeugt davon war, dass es einfach klappen musste, schrieb ich sie ein paar Wochen spaeter erneut an und bekam ihre Zusage.

Als ich in San Cristóbal ankam, uebernachtete ich die erste Nacht in einer Holzhuette, wie in meinem vorletzten Beitrag zu sehen. Am naechsten Tag traf ich Gladys in ihrem Gaestehaus “La Casa di Gladys” im Zentrum. Ich bekam ein sporadisches Einzelzimmer, und wir begannen gleich zu arbeiten. Gladys ist Mitte 50 mit einer Bombenenergie. Eine unverheiratete, selbstaendige Frau seit jungen Jahren, und das im machistischen Mexiko. (Ich bin gerade dabei ein Interview mit ihr ueber ihre Erfahrungen als selbstaendlige Frau in Mexiko zu machen, was dann hoffentlich noch stattfindet und hier veroeffentlicht wird)

Ein paar Tage spaeter zeigte mir Gladys endlich ihr Haus am Waldrand. Unglaublich! Garten, Blumen, grosser Hof, und das Haus mit 2 grossen Schlafzimmern, einer grossen Kueche und allem was man braucht! Ganz neu eingerichtet, 9 Betten stehen zur Verfuegung, aber da Mai der Monat mit den wenigsten Touristen ist, steht es bis heute leer. Es ist ein Traumhaus. Gladys war zudem damit einverstanden, dass ich einziehe, und von dort aus arbeite. Wir haben den brandneuen Computer vom Gaestehaus in das Haus gefahren und seither wohne ich in der Colonia Explanada del Carmen, direkt am Berg. Was fuer ein Glueck! Was fuer ein Traum!

 

https://www.airbnb.com/rooms/11569643

Gladys und ich sind mit der Arbeit innerhalb des letzten Monats sehr weit gekommen. Ich hab alle ihre Inserate aufgefrischt, wir haben neue Fotos gemacht, sogar ein paar der Raeume des Gaestehauses umbenannt und neu dekoriert. Ich habe eine Webseite fuer das Gaestehaus erstellt und bin dabei, eine weitere fuer Gladys Holistische Massage fertigzustellen. Buchungen sortieren, Gladys Airbnb nahebringen, und mich mit dem Support Team von Hostelworld rumaergern. Es gab immer was zu tun.

Den Plan, nach Mazunte zu einem Advaita Meditationsretreat zu fahren habe ich geschmissen und habe stattdessen einen (besseren) Online Silent Retreat in dem Haus gemacht. Was fuer wunderschoene 7 Tage das waren. Gladys war mit einer Unkostenbeteiligung von 75 Euro zufrieden.

Es ist also geschehen, dass ich, dank meiner Hilfe in Administration (und dem Universum) alleine in einem Airbnb- Haus, was normalerweise 100 Euro die Nacht kostet, einen Monat lang quasi umsonst wohnen konnte, mit guter Luft, schnellem Internet und einem brandneuen Computer, zudem 7 Tage davon in kontemplativer Stille.

Im letzten Drittel meines Aufenthaltes, also nach dem Retreat, begann ich meine Planungen fuer die Rueckkehr nach Europa. Am 13.6. geht mein Flug nach Berlin. Ich werde einzigartigen Schmuck vom Santo Domingo Markt in Chiapas nach Deutschland und Europa mitbringen, wunderschoenen Bernstein und Handarbeit von den Indígenas. Produkte voller Farben, die Farben Chiapas! Und wer einen Bernstein mit Insekten darin haben moechte, diese kaufe ich noch auf Anfrage bis diesen Mittwoch, 9.6. (siehe Bild oben rechts)

 

 

Aber es ist nicht nur das, was ein Leben in Mexiko ausmacht. Es sind die kleinen Eigenarten, die Lebensart, die Musik die von der Strasse toent, die Kleinbusse in die Stadt, die Lebensfreude, die Hunde, das Laecheln der Indígena-Abuelas. die traditionelle Kleidung, die Gepflogenheiten, das Essen, der Dialekt. Darueber berichtet man nicht so einfach. Das muss man selbst erleben.

Dazu gehoeren aber auch die aktuellen sozialen Aufstaende der Lehrer in Chiapas und ganz Mexiko seit ca. einem Monat. Strassensperrungen, Manifestationen, alles was dazu gehoert. (Grund ist eine Bildungsreform der Regierung, die den Lehrern die Rente komplett steichen soll: Siehe Link). …Bei Aufstaenden werde ich immer sehr emotional. Viva la Revolución!… Dazu hatten wir sehr starke Regenfaelle in Chiapas in den letzten Tagen. Wir bleiben hier momentan durch die Seite alertachiapas.com auf dem laufenden. Mein Flug geht am 10.6. von Tuxtla Gutierrez (der Hauptstadt Chiapas und momentan der Aufstaende) Ich werde wohl um 5 Uhr morgens losfahren muessen, um Strassensperrungen zu vermeiden – und dann 8 Stunden am Flughafen verbringen, bis mein Flug nach Cancun geht.

Und dann noch 3 Tage Sonne sammeln in der Karibik.

So ist das Leben in Mexiko! Fuer nichts in der Welt wuerde ich tauschen! ;)

Bis bald, Eliane.

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